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Wird auch gentechnisch hergestellt
Für Allergiker gefährlich
Wirkt Geschmacks- verfälschend
Besonders riskanter Stoff
sehr weit verbreitet
Designerstoff
 
 
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Chemie im Essen
Hans-Ulrich Grimm
Bernhard Ubbenhorst

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Wird auch gentechnisch hergestellt Für Allergiker gefährlich

421 | Mannit


Die Risiken
Bei Aufnahme von mehr als 50 Gramm pro Tag kann Mannit abführend wirken und Durchfall verursachen. Mannit kann in sehr seltenen Einzelfällen die Ursache allergischer Reaktionen sein. Eine indische Studie beschreibt den Fall einer 32-jährigen Frau, die einen schweren anaphylaktischen Schock mit Nesselsucht, Gefäßödemen, Atemnot bis hin zur Bewusstlosigkeit erlitt, nachdem sie eine Antibiotika-Kautablette zu sich genommen hatte, in der Mannit enthalten war. Der Zusatzstoff wurde in einer nachfolgenden Studie eindeutig als Auslöser der allergischen Reaktion identifiziert.

Trifft es mich?
E421 ist ohne Mengenbeschränkung und für fast alle Lebensmittel zugelassen. Genutzt wird es für Diäterzeugnisse, bestimmte kalorienreduzierte Produkte und solche ohne Zuckerzusatz, etwa Desserts, Fruchtzubereitungen, Marmelade oder andere süße Brotaufstriche, Kuchen, Kekse oder Eiscreme. Außerdem darf es Soßen und Senf süßen. Mannit bleibt auch nach dem Erhitzen geschmacksstabil. Da es Wasser binden kann, setzt man Mannit den Lebensmitteln auch zum Schutz vor dem Austrocknen zu. Wenn es mehr als 10 Prozent des Lebensmittels ausmacht, muss auf dem Etikett mit dem Zusatz »Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken« gewarnt werden.

Was ist es überhaupt?
Der Zuckeraustauschstoff Mannit gehört chemisch zu den Zuckeralkoholen und ist ein geruchloses, weißes Pulver. Er wird aus dem Fruchtzucker Fruktose hergestellt, der mit Hilfe von Hefepilzen aus Stärke gewonnen wird. Die Hefe ist teilweise gentechnisch verändert und mitunter auch der verwendete Mais. Natürlicherweise kommt Mannit in einer Eschenart sowie in Algen und Pilzen vor. In Lebensmitteln dient es als Zuckeraustauschstoff. Es hat zwar ebensoviel Kalorien wie Zucker, braucht aber kein Insulin, um verwertet werden zu können. Darum wird es oft in Produkten für Diabetiker eingesetzt. Da Mannit nicht einmal halb so stark süßt wie der übliche Haushaltszucker, wird es oft mit Süßstoffen, wie etwa Saccharin, kombiniert.

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Hinweis

Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung. Sie sollen in erster Linie die Haltbarkeitsdauer verlängern und die Kosten senken. Der menschliche Organismus braucht solche Chemikalien nicht. Einen gesundheitlichen Nutzen für die Verbraucher haben sie ebenfalls nicht. Viele der Zusätze können sogar die Gesundheit gefährden.

Die zugelassenen Zusatzstoffe gelten gleichwohl als unbedenklich – jedoch nur bis zu einer bestimmten Menge. Eine absolute Unbedenklichkeitsgarantie geben die Behörden nicht, da sie weder über die eingesetzten Mengen in den einzelnen Lebensmittel noch über die gesamten Verzehrsmengen Bescheid wissen.

Jeder muss also selbst wissen, was er sich zumutet.

DR. WATSON hilft dabei.

DR. WATSONs Urteile sind fachlich fundiert und verständlich formuliert.

Für die DR. WATSON Zusatzstoff Datenbank hat das DR. WATSON Team tausende von wissenschaftlichen Studien ausgewertet, beurteilt und die Ergebnisse von überprüfen lassen.