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Wird auch gentechnisch hergestellt
Für Allergiker gefährlich
Wirkt Geschmacks- verfälschend
Besonders riskanter Stoff
sehr weit verbreitet
Designerstoff
 
 
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Chemie im Essen
Hans-Ulrich Grimm
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962 | Aspartam-Acesulfam-Salz


Die Risiken
Aspartam-Acesulfam-Salz ist eine Kombination der Süßstoffe E951 und E950. Von Acesulfam (E950) sind bislang keine schädlichen Wirkungen bekannt.
Sehr umstritten ist allerdings die Wirkung des Süßstoffes auf das Körpergewicht. Während manche Forscher fanden, dass Aspartam schlank macht, sahen andere den Süßstoff als Dickmacher. In der Tiermast werden Süßstoffe wie Aspartam daher als Masthilfsmittel eingesetzt. Die genauen Mechanismen sind dabei noch ungeklärt. Umstritten ist schließlich auch seine Rolle für Gedächtnis, Konzentration und Lernvermögen sowie bei neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer Krankheit. Mehrere Studien beschäftigten sich mit diesen Aspekten, manche fanden entsprechende Verdachtsmomente, andere konnten sie nicht bestätigen.
Der künstliche Süßstoff Acesulfam wird im Körper nicht verstoffwechselt und unverändert über das Nierensystem ausgeschieden. So gelangt der in großen Mengen eingesetzte Süßstoff ins Abwasser und das stellt laut einer 2009 in Deutschland durchgeführten Studie ein zunehmendes Umweltproblem dar. Selbst mit sehr effizienter Kläranlagentechnologie lässt sich der Süßstoff nicht aus dem Abwasser entfernen. Er findet sich daher in jedem Fluss und jedem See und am Ende dieser Kette, wenn auch nur in geringen Mengen, ebenfalls im Trinkwasser. Welchen Einfluss der Wasserverunreinigung mit Süßstoffen auf die Tier- und Pflanzenwelt hat, ist noch gänzlich unerforscht.
Aspartam (E951) steht in Verdacht, bei besonders empfindlichen Menschen ähnliche Symptome wie Glutamat beim so genannten »China-Restaurant-Syndrom« auszulösen, das durch Kopfschmerzen, ein Taubheitsgefühl im Nacken, Gliederschmerzen und Übelkeit gekennzeichnet ist. Es gibt Studien, die solche Auswirkungen nahelegen, und Studien, die zu einer genau gegenteiligen Ansicht kommen. Das Gleiche gilt für den Verdacht, Aspartam sei an der Entstehung von Krebs beteiligt.
Eindeutig wissenschaftlich widerlegt ist jedoch die häufig zu hörende Behauptung, Aspartam sei ursächlich für die Multiple Sklerose mit verantwortlich.
Eine ernste Gesundheitsgefahr stellt Aspartam auf jeden Fall für die an der seltenen Phenylketonurie Erkrankten dar. Bei dieser Krankheit kann das in Aspartam enthaltene Phenylalanin nicht abgebaut werden und in der Folge unter anderem schwere Hirn- und Nervenschäden verursachen. Lebensmittel, die Aspartam enthalten, müssen auf dem Etikett den Hinweis »enthält eine Phenylalaninquelle« enthalten, um die an der seltenen Krankheit Phenylketonurie leidenden Menschen vor dem Verzehr zu warnen.


Trifft es mich?
Das Einsatzgebiet für Süßstoffe ist sehr genau definiert. Für die vielen verschiedenen kalorienreduzierten oder ohne Zuckerzusatz hergestellten Lebensmitteln sind jeweils maximale Einsatzmengen vorgegeben, die zwischen 25 und 6000 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel liegen. Aspartam wird vor allem in Light-Produkten und Diät-Lebensmitteln, oft zusammen mit Acesulfam K (E950) eingesetzt. Das sind in der Regel süße Sachen, wie z.B. Limonaden, Milchgetränke, Spirituosen, alkoholhaltige Mixgetränke, Pudding, Jogurt, Quark, Fruchtdesserts, Süßigkeiten sowie Eiscreme, süße oder süß-saure Konserven, Marmelade oder andere süße Brotaufstriche. Auch Herzhaftes, wie Suppen, Snacks oder Feinkostsalate, finden manchmal durch Aspartam eine süße Abrundung. Es wird auch als Streusüße oder in Tablettenform verkauft.

Was ist es überhaupt?
Aspartam-Acesulfam-Salz ist eine Verbindung der Süßstoffe Aspartam und Acesulfam, die zu 64 Prozent aus Aspartam und zu 35 Prozent aus Acesulfam besteht. Das Gemisch ist etwa 350-mal süßer als Zucker. Nach dem Verzehr wird Aspartam-Acesulfam-Salz in seine Bestandteile Aspartam und Acesulfam aufgespalten. Aspartam wird im Körper weiter zu Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol verwandelt. Acesulfam wird unverändert über die Nieren ausgeschieden. Aspartam-Acesulfam-Salz gilt als nahezu kalorienfrei, da es wegen der enormen Süßkraft nur in geringen Mengen eingesetzt wird.

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Hinweis

Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung. Sie sollen in erster Linie die Haltbarkeitsdauer verlängern und die Kosten senken. Der menschliche Organismus braucht solche Chemikalien nicht. Einen gesundheitlichen Nutzen für die Verbraucher haben sie ebenfalls nicht. Viele der Zusätze können sogar die Gesundheit gefährden.

Die zugelassenen Zusatzstoffe gelten gleichwohl als unbedenklich – jedoch nur bis zu einer bestimmten Menge. Eine absolute Unbedenklichkeitsgarantie geben die Behörden nicht, da sie weder über die eingesetzten Mengen in den einzelnen Lebensmittel noch über die gesamten Verzehrsmengen Bescheid wissen.

Jeder muss also selbst wissen, was er sich zumutet.

DR. WATSON hilft dabei.

DR. WATSONs Urteile sind fachlich fundiert und verständlich formuliert.

Für die DR. WATSON Zusatzstoff Datenbank hat das DR. WATSON Team tausende von wissenschaftlichen Studien ausgewertet, beurteilt und die Ergebnisse von überprüfen lassen.